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Marder im Wald

Marder (Mustelidae)

Da der größere Baummarder die Nähe des Menschen scheut und rein im Wald lebt, beschäftigen wir uns hier mit dem für uns relevanten Marder, dem Steinmarder (Martes foina).

Im Ursprung ein Steppenbewohner Europas, lebt der Steinmarder als Kulturfolger des Menschen hauptsächlich in dessen Nähe, im Wald kommt er so gut wie nie vor. Er besetzt Dächer, Dachböden, Scheunen, Heuböden, Ställe, leerstehende Häuser, Lagerräume und Steinhaufen. Die Schäden, die der neugierige und spielfreudige Steinmarder dabei an seinen „Behausungen“ durch Verbiss und Verschmutzung hinterlässt, sind meist gravierend. Verbiss an Isolierung, Dämmfolie, Gipsplatten, elektrischen Anlagen und den im Dachboden gelagerten Gegenständen gehören zum Standardprogramm, metergroße Kotplätze frei auf dem Dachboden oder in der Isolierung sind ebenfalls normal. Zusätzlich trägt der Marder tote Beutetiere in „sein Haus“ ein, welche dann u.U. vergessen werden und verwesen. Der berühmte Schaden, den der „Automarder“ verursacht, dürfte ebenfalls seiner Spielfreude und Neugier zugeschrieben werden. Und zuletzt ist der Steinmarder dafür bekannt, ganze Hühner- oder Taubenställe zu töten, was, da durch das Geflatter des Geflügels immer wieder der Tötungsreflex ausgelöst wird und er meistens den ganzen Stall tötet, ihm den Ruf des „Blutsäufers“ eingebracht hat.

Der Steinmarder lebt grundsätzlich von animalischer Kost, z.B. Ratten, Mäusen, Hühner, Tauben, Eiern Kaninchen, Fröschen und Insekten welche er sehr geschickt erbeutet, verschmäht im Sommer aber auch pflanzliche Kost in Form von Obst und Beeren nicht, wie man ohne weiteres an seinem Kot feststellen kann.

Die vom Steinmarder ausgehende, direkte Gefahr für den Menschen kann vernachlässigt werden; er greift nur an, wenn er absolut keine Möglichkeit zur Flucht sieht, weiß sich dann aber seiner Haut zu wehren. So mancher Hund hat schon schlechte Erfahrungen mit dem scharfen Raubtiergebiss und der Geschwindigkeit eines Steinmarders gemacht. Vom Steinmarder können typische Wildkrankheiten wie z.B. Tollwut und Parasiten wie z.B. Spulwürmer und Flöhe übertragen werden.

Steinmarder sind nachtaktive, revierbildende Einzelgänger, nur in der Paarungszeit ( Ranz) leben sie, wenn auch nur für Stunden oder wenige Tage paarweise. In diese Zeit fallen auch die lautstarken Revierkämpfe der Männchen. Überhaupt sind Steinmarder sehr stimmfreudig, ohne weiteres festzustellen an einer Fähe die ihre 3-4 Jungen führt. Der Steinmarder markiert sein Revier mit einem übelriechenden Sekret aus seiner Afterdrüse, er klettert hervorragend und bewältigt auch schwierige, weite Sprünge problemlos. Steimarder können in freier Natur 5- 10 Jahre alt werden.

Der Steinmarder hat einen langgestreckten, schlanken Rumpf und relativ kurze Gliedmaßen. Das Fell ist graubraun gefärbt und rau. Vom Baummarder unterscheidet er sich durch die helle Nase und den größeren weißen Kehlfleck. Er hat relativ große Ohren und einen buschigen Schwanz. Kopfrumpflänge etwa 50 – 55 cm, Gewicht 1,5 – 3 Kg.

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