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Tauben Nahaufnahme

Verwilderte Haustaube (Columba livia f. d.)

Die, in Städten und Gemeinden zum Schädling verkommenen, verwilderten Haustauben sind eine Mischung von Zuchtformen der Felstaube, von der sie optisch manchmal schwer zu unterscheiden sind. Sie kommen als Kulturfolger des Menschen hauptsächlich in Städten und anderen menschlichen Siedlungen, seltener im Kulturland vor. Als Nachkommen der Felstaube besetzen sie Simse, Dachbalken, Höhlen und Löcher in Felswänden oder vergleichbare Stellen an Gebäuden, auch leerstehende Räume oder Dachböden, zu denen sie Zugang finden. Taubenkot greift die bauliche Substanz befallener Bauwerke an und die Entfernung von Taubenkot ist materiell aufwendig.

Grundsätzlich sind die Tauben Körnerfresser, im Laufe ihrer Verwilderung haben sie jedoch gelernt, mit fast allen Formen organisch-menschlichen Abfalls zurechtzukommen, vielleicht ist aus diesem Grund die Bezeichnung „Ratten der Lüfte“ nicht ganz ungerechtfertigt.

Direkte, von der Taube ausgehende Gefahren für den Menschen sind die Übertragung von Pilzen, Bakterien und Mikroorganismen, die hauptsächlich durch Einatmen von infiziertem Taubenkot, z.B. bei der Entfernung, oder direkt aus dem Gefieder der Tauben über die Luft übertragen werden. Nachgewiesen sind z.B. Papageienkrankheit, Salmonellosen oder EHEC, die vor allem immunschwachen Personen schnell zur Gefahr werden können.

Die verwilderte Haustaube lebt ihr ganzes Leben über meist monogam. Das Nest besteht aus einer dünnen Schicht Nistmaterials, z.B. Zweigen u.ä., und meist großen Mengen von Taubenkot. Meist werden zwei Eier gelegt, die Jungvögel schlüpfen nach etwa 18 Tagen und sind, nach etwa 40 Tagen flügge, dann mit etwa 5-6 Monaten oft bereits selbst Eltern. Es kommen bis zu 6 Bruten pro Paar und Jahr vor. Wird ein Gelege zerstört, kann in 10 Tagen ein neues Gelege produziert werden. Tauben dieser Art können bis zu 10 Jahre alt werden.

Die Tauben werden 30 – 35 cm lang, 300 – 400 Gramm schwer und haben eine Spannweite von ca. 60 – 65 cm. Die Farbvariationen sind, je nach Ausgangsrasse, zahlreich, oftmals gleichen sie der Felstaube, es kommen auch Schecken, Rote, Weiße in verschiedenen Variationen vor.

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