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Wespe an einem Stock

Wespen (Vespinae)

Die echten Wespen sind eine Unterfamilie aus der Familie der Faltenwespen; da alleine die echten Wespen weltweit über 61 Arten verfügen müssen wir die Informationen hier auf die für unsere Region relevantesten Unterarten, deutsche und gemeine Wespe sowie auf Hornisse (Gattung Vespa) und Feldwespe (Gattung Polistinae).

Alle hier von uns beschriebenen Wespen sind staatenbildend, bei deutscher und gemeiner Wespe sind es u.U. einige tausend Tiere, bei Hornissen max. einige hundert, bei den Feldwespen meist unter hundert, wobei hier mehrere Nester nebeneinander nicht selten sind. Die Nester sind von papierartiger Beschaffenheit, hellbraun bis dunkelgrau und bestehen größtenteils aus zerkautem und mit Speichel vermengtem Holz.

Im Frühjahr beginnt die junge Wespenkönigin mit dem Nestbau; in die ersten, von ihr gebauten Zellen des neuen Nests legt sie ihre Eier, welche durch Pheromone gesteuert, nur sterile Arbeiterinnen hervorbringen, die sie mit dem Brei von zerkauten Insekten füttert. Nach dem Schlupf beteiligen sich die Arbeiterinnen der Wespen sofort am Bau des Nestes und der Brutpflege. Später verlässt die Wespenkönigin das Nest nicht mehr. Gegen Herbst, unter Nachlassen der Pheromone und unter reichlicher Versorgung reifen neue Königinnen heran, diese legen unbefruchtete Eier, aus denen sich männliche Tiere, sog. Drohnen entwickeln. Die Drohnen befruchten die jungen Königinnen, welche den Winter geschützt verbringen, der Samenvorrat genügt das ganze nächste Jahr über. Der Rest des Staates stirbt im Herbst ab.

Staatenbildende Wespen stellen zur Bewachung des Nestes Wächterinnen ab, die äußerst angriffslustig, alles attackieren, was sich dem Nest nähert. Sticht eine der Wächterinnen zu, sondert sie ein Alarmpheromon ab, welches den Rest des Staates dazu animiert, ebenfalls anzugreifen. Dies geschieht in Sekundenschnelle.

Deutsche und gemeine Wespe

Deutsche und gemeine Wespe sind die klassischen „Zwetschgendatschiwespen“, die sich beim Nahrungserwerb nicht nur an anderen Insekten gütlich tun, sondern durchaus Nahrungsmittel des Menschen als attraktiv erachten. Sie sind lästig, zahlreich und äußerst aggressiv, auch in weiter Entfernung zum Nest. Da sie sich gerne auf Nahrungsmittel niederlassen, besteht besondere Gefahr des Verschluckens. Diese Arten siedeln gerne auf Dachböden und in Rolladenkästen.

Feldwespen

Feldwespen, erkennbar an den langen Hintergliedmaßen haben an menschlicher Nahrung und am Menschen an und für sich keinerlei Interesse, bei Ihnen geht die Gefahr meist von der Nähe des Nestes aus. Da Feldwespen gerne unter Firstbrettern, gebrochenen Dachziegeln und allgemein gern auf entsprechenden Stellen von Dächern siedeln, geht auch von ihnen Gefahr aus.

Hornissen

Hornissen ernähren sich in rein räuberischer Weise von anderen Insekten, auch Wespen, sind also eher als Nützlinge zu betrachten. Auch sie interessieren sich nicht für den Menschen – solange er dem Nest nicht zu nahe kommt. Etwas lästig ist ihre Angewohnheit abends im Kunstlicht auf Insektenfang zu gehen, so hat man bei offenem Fenster und Beleuchtung u.U. Schnell mehrere Hornissen, durchaus beeindruckende Tiere, in den Wohnräumen. Mit Abschalten des Lichtes und Beleuchtung im Außenbereich ist das Problem jedoch schnell gelöst. Die Geschichten über die besondere Gefährlichkeit von Hornissenstichen bestätigen sich in der Realität nicht, sie sind nicht wesentlich gefährlicher als andere Wespenarten. Hornissen siedeln auf Dachböden freihängend, aber auch z.B. in alten Spechthöhlen im Wald.

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